Dörpsmobil? Was bedeutet das eigentlich?

"Dörp" ist Plattdüütsch und bedeutet ganz einfach "Dorf". Der Name unseres Projekts zeigt damit eindeutig wo es herkommt: aus Schleswig-Holstein.

Die Idee dafür kommt vom allerersten Dörpsmobil in Klixbüll. Mehr dazu können Sie im Bereich Historie unserer Website erfahren.

Wie finanziert sich ein Dörpsmobil?

In den meisten Fällen werden die Dörpsmobile kostendeckend durch Mitgliedsbeiträge und den Einnahmen aus der Ausleihe finanziert. Die durchschnittlichen Kosten und Einnahmen unserer Vereine finden Sie im Leitfaden auf S. 32.

Für die anfänglichen Anschaffungen wie Auto, Ladesäule, Carport, etc. stehen häufig Fördergelder zur Verfügung. Das schließt zum Beispiel LEADER-Gelder von der EU ein, aber auch Förderungen des Bundes und Landes. Unser Leitfaden gibt auf S. 53-57 eine ausführliche Übersicht zum Thema Förderungen. Viele Dörpsmobilist:innen entscheiden sich außerdem dafür ihr Auto als Werbefläche für privates Sponsoing zu nutzen, um so noch günstigere Tarife für ihre Mitglieder anbieten zu können.

Ist ein Dörpsmobil gemeinnützig?

Dörpsmobil-Vereine werden bisher von den Finanzämtern leider nicht als gemeinnützig anerkannt. Grund dafür ist, dass Carsharing als Vereinszweck bisher nicht in der Abgabenordnung des Bundes (§52 AO) aufgeführt wird.

Ist das Dörpsmobil eine Konkurrenz für den klassischen ÖPNV?

Untersuchungen haben gezeigt, dass Haushalte, die ihr eigenes Auto durch CarSharing ersetzten, den ÖPNV vermehrt nutzen. Daher wird von den Projektträgern insbesondere stationsbasiertes Carsharing als zusätzlicher Mobilitäts-Baustein gesehen und funktioniert gut in der Verbindung mit dem öffentlichen Nahverkehr. (siehe Leitfaden S. 11)

Wer nutzt überhaupt so ein Dörpsmobil? Auf dem Land hat doch jede:r schon ein eigenes Auto.

Das stimmt zwar, häufig haben ländliche Haushalte sogar Zweitwagen, aber genau das  ist eines der drei Ziele der Dörpsmobile, die Sie auf unserer Startseite finden: die Zahl der privaten Fahrzeuge zu verringern. Das ist auch in vielen Fällen schon passiert. Dörpsmobilist:innen in ganz Schleswig-Holstein lassen ihr eigenes Auto stehen oder verzichten auf ihren Zweitwagen, weil sie Ihre Wege mit dem Dörpsmobil zurücklegen können. Hören Sie sich dazu doch einfach mal im Netzwerk oder der medialen Berichterstattung um.

Wie komme ich mit Menschen in Kontakt, die schon mal ein Dörpsmobil gegründet haben?

Erste Ansprechpartner bezüglich eines Dörpsmobils sind unsere Koordinierungsstelle sowie die fünf Dörpsmobil-Botschafter, die Sie auf unserer Startseite finden. Durch diese können Sie am schnellsten vom breiten Erfahrungswissen unseres Netzwerkes profitieren, also zögern Sie nicht damit Kontakt aufzunehmen.

Außerdem kann es sich für Sie ggf. lohnen Dörpsmobilvereine in Ihrer Nähe zu kontaktieren. Die aktiven Vereine finden Sie auf unserer Karte.

Initiatoren und Projektträger